Unsere Sprechzeiten: Mo, Di, Mi: 15.30 - 19.00 Uhr

Lärmbelästigung

Sobald es um die richtige Lautstärke geht, reagiert jeder anders. Wegen des Lärmpegels kommt es immer wieder zu heftigen Streitigkeiten, nicht selten auch vor Gericht. Konkrete Regeln aufzustellen, ist bei diesem Thema schwer. Deshalb sind in der Hausordnung Ruhezeiten aufgeführt, an die sich jeder Mieter zu halten hat.

Die üblichen Ruhezeiten zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr über die Mittagszeit sowie die Nachtruhe zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr früh sind in Zimmerlautstärke einzuhalten. Doch wie soll man reagieren, wenn aus der Nachbarwohnung ständig lautes Geschrei und Getrampel zu vernehmen ist?

Hierzu sollte die Situation vor Ort mitentscheiden. Ein Mieter muss sich mehr gefallen lassen, wenn ein Haus besonders hellhörig ist, und nicht alle Geräusche können verboten werden.

Sobald Sie unter ständiger Lärmbelästigung leiden, wird es ernst, denn Lärm macht krank. Unsere Tipps hierzu:

  • Führen Sie ein Lärmprotokoll mit Angaben zum Zeitpunkt, der Art und Dauer der Belästigung
  • Suchen Sie das Gespräch, oftmals weiß der Nachbar gar nicht, dass er sich störend verhält

Lässt die Situation sich nicht gütlich lösen, sollten Sie zu anderen Mitteln greifen:

  • 1. Polizei rufen, z.B. bei einer nächtlichen Ruhestörung (§ 117 OWiG,
    § 55 Abs. 1 OWiG )
  • 2. Ordnungsbehörde einschalten, es können dann Bußgelder verhängt werden (§ 117 OWiG)
  • 3. Unterlassungsklage vor Gericht, hierzu ist das Lärmprotokoll zur Beweisführung unerlässlich
  • 4. Fristlose Kündigung der Wohnung wegen Lärmbeeinträchtigung
    (§ 543 Abs. 2 Nr. 1 BGB)
  • 5. Eine Mietminderung ist bei Lärmbelästigung berechtigt - der Umfang richtet sich hier nach der Beeinträchtigung (§ 536 BGB) 

Ratgeber Schallschutz

Wer auf hohen Schallschutz Wert legt, sollte bei Anmietung der Wohnung die entsprechende Schallschutzstufe vertraglich vereinbaren. Folgende Vorgaben sind für den Schallschutz zu beachten:

Schallschutzstufe 1: Das bedeutet einen Grundgeräuschpegel von 20 Dezibel. Auf dieser Stufe ist zum Beispiel »Sprache mit angehobener Sprechweise« in der Nachbarwohnung im Allgemeinen verstehbar. Gehgeräusche wirken störend und unzumutbare Belästigungen durch Geräusche aus haustechnischen Anlagen sind nicht auszuschließen.

Schallschutzstufe 2: Ist das Sprechen nicht mehr verstehbar, sind Gehgeräusche nicht mehr störend und wirken die Geräusche aus haustechnischen Anlagen nur noch gelegentlich störend, gilt Schallschutzstufe 2.

Schallschutzstufe 3: All diese Geräusche sind bei Schallschutzstufe 3 nicht mehr zu vernehmen.