Unsere Sprechzeiten: Mo, Di, Mi: 15.30 - 19.00 Uhr

Der Mietenspiegel wird regelmäßig aktualisiert

Das wichtigste Instrument zur Überprüfung von Mieterhöhungen ist der Hamburger Mietenspiegel, mit dem Wohnungen in zahlreiche Rasterfelder eingeordnet werden

In Hamburg gibt es seit langer Zeit einen Mietenspiegel, der alle 2 Jahre durch entsprechende Erhebungen über die in der Hansestadt tatsächlich gezahlten Mieten aktualisiert wird.

So dient der Mietenspiegel der Feststellung, ob eine bereits gezahlte Mietet oder aber eine begehrte Mieterhöhung der ortsüblichen Vergleichsmiete entspricht. Dabei werden 2 Kategorien von Wohnlagen unterschieden, nämlich die normale und die gute Wohnlage. Einem Straßenverzeichnis ist die Wohnlage jedes Hauses zu entnehmen.

Innerhalb mehrerer Baualtersklassen wird dann nach der Ausstattung – ohne Bad und ohne Sammelheizung, mit Bad oder Sammelheizung, mit Bad und Sammelheizung – unterschieden. Außerdem gibt es jeweils mehrere Gruppen, in denen Wohnungen mit gewissen Größen unter Angabe von Mindest- und Maximalgröße zusammengefasst werden.

In den so entstehenden so genannten Rasterfeldern werden die auf Grund von Erhebungen ermittelten tatsächlichen Mieten je qm netto kalt monatlich angegeben, wobei in jedem Rasterfeld der Mittelwert sowie die Spanne mit ihrem jeweiligen Unterwert und ihrem jeweiligen Höchstwert ausgewiesen werden.

Die für die von Ihnen gemietete Wohnung ausgewiesene ortsübliche Vergleichsmiete ergibt sich auf Grundlage des mit den feststehenden Kriterien objektiv zu ermittelnden Rasterfeldes. Der in diesem Rasterfeld erfasste Mittelwert wird dann unter Berücksichtigung der besonderen und individuellen Merkmale Ihrer Wohnung und unter Beachtung der einschlägigen Rechtsprechung zu entsprechenden Merkmalen und deren Bewertung für die Miethöhe innerhalb der Spanne des Rasterfeldes nach unten oder nach oben korrigiert.

Bei dieser Korrektur finden die Merkmale Berücksichtigung, die der Mietenspiegel formell nicht aufführt, beispielsweise die Raumaufteilung der Wohnung, Größe und Lage eines Balkons, die Ausstattung von Küche und Bad, der Fußboden der Wohnung, das Vorhandensein eines Fahrstuhls in einem Haus mit wenigen Geschossen und Luxusmerkmale wie besondere Einbauten, ein Kamin oder eine Videoüberwachung.

Der Hamburger Mietenspiegel ist ein komplexes Instrument zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete für Ihre Wohnung – nutzen Sie unsere Erfahrung und juristische Fachkunde als Mieterverein.