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Kündigungen erfordern in der Regel schnelles Handeln

Die formelle Wirksamkeit und insbesondere das Vorliegen eines zur Kündigung berechtigenden Grundes sind oft juristisch schwierige Fragen.

Eine Kündigung des Mietverhältnisses ist für viele Mieter ein Schock und ein einschneidender Eingriff in die Lebensumstände. Gerade deshalb ist es so wichtig, die Ruhe zu bewahren und möglichst schnell prüfen zu lassen, ob und welche Maßnahmen zur Abwehr gegen die Kündigung angebracht sind.

 

Hier helfen wir Ihnen als Mieterverein und beraten Sie ausführlich. Kündigungen werden am häufigsten ausgesprochen wegen

  • Zahlungsverzugs mit mindestens 2 aufeinander folgenden Mieten
  • eines über einen längeren Zeitraum entstandenen erheblichen Zahlungsverzugs
  • Störungen des Hausfriedens
  • Verstößen gegen Pflichten aus dem Mietvertrag
  • Eigenbedarfs

Wirksamkeit Kündigung
Allen Kündigungen ist gemeinsam, dass sie formell wirksam sein müssen, insbesondere bei Ausspruch durch einen anderen als den Vermieter die Bevollmächtigung nachgewiesen werden muss. Außerdem muss nicht nur ein Kündigungsgrund gegeben sein, sondern dieser muss auch für den Mieter nachprüfbar in der Kündigung angegeben werden.

Kündigung Eigenbedarf
Gerade an die Eigenbedarfskündigungen sind besondere Anforderungen zu stellen, denn die Person, für die der Eigenbedarf geltend gemacht wird, und deren Interesse an der Erlangung der Wohnung müssen benannt werden.

Kündigung bei nichtgezahlter Miete
Für den wohl häufigsten Kündigungsgrund, nämlich wegen nicht gezahlter Miete, ist besonders wichtig zu wissen, dass unter gewissen gesetzlich geregelten Umständen die Kündigung durch den Ausgleich der Zahlungsrückstände innerhalb bestimmter Fristen von Gesetzes wegen unwirksam wird. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass viele Vermieter relativ kurzfristig nach Zustellung einer fristlosen Kündigung eine Räumungsklage einreichen, so dass man sich als Mieter möglichst schnell rechtlich beraten lassen sollte.

Voraussetzung für eine Kündigung wegen nicht oder nur teilweise gezahlter Mieten ist, dass der Mieter sich im Zahlungsverzug befindet, wobei Verzug ein Verschulden des Mieters voraussetzt. Dies kann beispielsweise dann fehlen, wenn der Mieter Mietminderungen oder ein Zurückbehaltungsrecht wegen Mietmängeln geltend gemacht hat. Hier ist im Einzelfall eine rechtliche Beratung dringend zu empfehlen.

Abmahnungen
Bei anderen Kündigungen, beispielsweise auch wegen Störungen des Hausfriedens, ist entscheidend, ob eventuell erforderliche Abmahnungen wirksam ausgesprochen worden waren und ob der vorgeworfene Verstoß überhaupt eine Kündigung rechtfertigt.

Kündigungsfristen
Auch die Überprüfung der Kündigungsfristen bei fristgemäßen Kündigungen oder der Möglichkeit von fristlosen Kündigungen nehmen wir als Mieterverein für Sie vor. Auch können wir einschätzen, ob Sie sich in Ihrem konkreten Fall gegen die Kündigung auf eine besondere Härte berufen können.

Sie haben eine Kündigung Ihres Mietverhältnisses erhalten – wir prüfen diese und beraten Sie wegen des weiteren Vorgehens.